Bahnbetriebswerk Rheine

Seit 2007 hat die WestfalenBahn GmbH eine Werkstatt in Rheine. Die Werkstatt befindet sich auf dem Gelände der Die Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH. Vor Ort werden die Wartungsarbeiten an den Bestands- und Neufahrzeugen durchgeführt. Die Triebzüge kommen alle 20.000 km in die Werkstatt, so dass die wichtigsten Komponenten und Sicherheitseinrichtungen kontrolliert werden können.

Errichtet wurde die rund 100 Meter lange und 20 Meter breite Halle durch die Firma Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH.

Die Halle verfügt über alles, was zur Reparatur und Wartung der bis zu 144,8t schweren Fahrzeuge notwendig ist. Ein aufgeständertes Gleis mit Seitenarbeitsgruben ermöglicht eine einfache Instandhaltung der Fahrzeuge und die regelmäßige Bremsrevision an der Unterseite des Wagenkastens. Das zweite Hallengleis besitzt insgesamt 12 Hebeböcke, mit denen die bis zu 90 Meter langen Fahrzeuge komplett hochgefahren werden können. Dies ist notwendig, damit die Drehgestelle – umgangssprachlich und fachlich nicht ganz korrekt oft Fahrwerk genannt – getauscht werden können. Für Wartungsarbeiten auf dem Fahrzeugdach wurde ein beweglicher Dacharbeitsstand angeschafft. So können wichtige Fahrzeugbauteile wie Trafo, Klimaanlagen und Luftkompressor erreicht werden.

Damit schwere Elemente wie Trafos und Drehgestelle bewegt werden können, verfügt die Werkstatt über einen 16t-Hallenkran. Aus Sicherheitsgründen wurde der 15KV-Fahrdraht, der die Fahrzeuge mit Strom versorgt, nicht bis auf das Gelände der Werkstatthalle gelegt. Damit die Fahrzeuge trotzdem in die Halle kommen, werden die Züge auf den letzten Metern von einem 2-Wege-Fahrzeug gezogen.

Eine Aussenwaschanlage sorgt für den äußeren Glanz der Fahrzeuge. Das Waschwasser wird aufgefangen und kann zu 95% wiederverwendet werden. Es wird ein Neutralreiniger verwendet, auf den Einsatz sonst üblicher stark alkalischer Mittel wurde bewusst verzichtet.