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Der Westen, 02.02.2010
Ein feiner Zug dank"Quasimir" - Fachhochschule forscht
Warum fahren Personen mit dem Auto und unter welchen Umständen wählen sie die Bahn als geeignetes Verkehrsmittel? Ein Forscherteam der Fachhochschule Gelsenkirchen am Standort Recklinghausen will nun herausfinden, welche Rolle die Qualität des Angebots spielt, etwa, wenn es darum geht, die Bahn oder das Auto zu nehmen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert.
Über die Deutsche Bahn gibt's ja genug zu meckern. Doch der Mobilitätskonzern spielt bei dieser Studie ausdrücklich keine Rolle. Kooperationspartner sind in diesem Fall die drei privatwirtschaftlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen „eurobahn“, „NordWestBahn“ und „WestfalenBahn“. „Für uns ist das Projekt wichtig, weil wir zeigen wollen, dass auch an Fachhochschulen ein wichtiger Beitrag zur Forschung geleistet wird”, erklärt Prof. Stephan Keuchel, Experte für Verkehrswirtschaft und Verkehrspolitik. Er und fünf weitere Mitarbeiter wollen nun mit mehreren Tausend Nutzern Experimente durchführen. „Wir befragen die Kunden und wollen anschließend Wahrscheinlichkeitsrechnungen aufstellen, wann die Menschen bereit sind, vom Auto auf den Zug umzusteigen.” Das Projekt trägt daher den Namen „Quasimir“: Qualitätssimulationsmodell im Regionalverkehr.
Zwar wurde auch schon in der Vergangenheit die Zufriedenheit der Kunden mit Nahverkehrsdienstleistungen gemessen, „wir aber wollen herausbekommen, welches Verkehrsmittel der Kunde unter welchen Voraussetzungen wählt“, so Forscher Keuchel. Im Zeichen zunehmenden Wettbewerbs zwischen Verkehrsanbietern seien solche Abschätzungen für die Eisenbahnunternehmen von großem Interesse, da sie mögliche Märkte ermitteln und das Risiko von Fehlinvestitionen bei der Gestaltung von Verkehrssystemen mindern.
Die Eurobahn, die Nordwestbahn und die Westfalenbahn sind regional in NRW tätig und betreiben zwischen 300 und 900 Streckenkilometer. Rund 16 Millionen Fahrgäste werden pro Jahr befördert. Da die drei Privatbahnen vor allem Strecken im Münsterland bedienen, werden dort die meisten Kundenbefragungen durchgeführt. Um ihren Service zu verbessern, sind die Unternehmen besonders neugierig auf die Forschungsergebnisse. Die ersten sollen schon in einem halben Jahr vorliegen.
Ob Prof. Keuchel lieber Auto oder Bahn fährt, will er übrigens nicht verraten: „Das würde sonst in irgendeiner Weise gedeutet und wäre für die Studie nicht zuträglich.”
Zwar wurde auch schon in der Vergangenheit die Zufriedenheit der Kunden mit Nahverkehrsdienstleistungen gemessen, „wir aber wollen herausbekommen, welches Verkehrsmittel der Kunde unter welchen Voraussetzungen wählt“, so Forscher Keuchel. Im Zeichen zunehmenden Wettbewerbs zwischen Verkehrsanbietern seien solche Abschätzungen für die Eisenbahnunternehmen von großem Interesse, da sie mögliche Märkte ermitteln und das Risiko von Fehlinvestitionen bei der Gestaltung von Verkehrssystemen mindern.
Die Eurobahn, die Nordwestbahn und die Westfalenbahn sind regional in NRW tätig und betreiben zwischen 300 und 900 Streckenkilometer. Rund 16 Millionen Fahrgäste werden pro Jahr befördert. Da die drei Privatbahnen vor allem Strecken im Münsterland bedienen, werden dort die meisten Kundenbefragungen durchgeführt. Um ihren Service zu verbessern, sind die Unternehmen besonders neugierig auf die Forschungsergebnisse. Die ersten sollen schon in einem halben Jahr vorliegen.
Ob Prof. Keuchel lieber Auto oder Bahn fährt, will er übrigens nicht verraten: „Das würde sonst in irgendeiner Weise gedeutet und wäre für die Studie nicht zuträglich.”
von: Fabienne Piepiora



